Entwicklung eines Referenzprozessmodells für Rettungseinsätze der Feuerwehr und Anwendung als Grundlage eines Prozessassistenzsystems

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   Journal   = "Band-1",
  Title    = "Entwicklung eines Referenzprozessmodells für Rettungseinsätze der Feuerwehr und Anwendung als Grundlage eines Prozessassistenzsystems", 
  Author    = "Cai Hussung, Jana-Rebecca Rehse, Constantin Houy, Peter Fettke", 
  Doi    = "https://doi.org/10.30844/wi_2020_e2-hussung", 
  Abstract    = "Die Arbeit der Feuerwehr in Deutschland unterliegt einem komplexen Regelwerk, das im Rettungseinsatz die Risiken für Einsatzkräfte und Opfer minimieren soll. Die Regeln sind in umfangreichen Dienstvorschriften dokumentiert. Die formulierten Vorschriften haben Allgemeingültigkeits-, Empfehlungs- und Wiederverwendungsanspruch, stellen also ein informelles Referenzmodell dar. Sie sind allerdings größtenteils textuell und ohne klaren Kontrollfluss verfasst. Der vorliegende Beitrag beschreibt, wie aus diesen Vorschriften mithilfe etablierter Methoden der Referenzmodellierung ein Referenzprozessmodell für die Feuerwehr entwickelt wurde, welches eine strukturierte Übersicht bietet und anhand von insgesamt 45 EPK-Modellen klare prozessorientierte Handlungsanweisungen formuliert. Darüber hinaus wird der Nutzen des Modells durch eine exemplarische Anwendung in einem Prozessassistenzsystem für Rettungseinsätze unter Beweis gestellt. Dieses System, das gerade im Rahmen des Konsortialforschungsprojekts A-DRZ (Aufbau des Deutschen Rettungsrobotik- Zentrums) entwickelt wird, verwendet das im Referenzmodell abgebildete Domänenwissen, um Informationen über den aktuellen Zustand und Ablauf eines Rettungseinsatzes aufzubereiten und den Einsatzkräften Entscheidungsalternativen und nächste Schritte zu empfehlen.

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  Keywords    = "Innovationen im öffentlichen Bereich, Referenzprozessmodell, Feuerwehr, Prozessassistenz, Process Mining
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Abstract

Abstract

Die Arbeit der Feuerwehr in Deutschland unterliegt einem komplexen Regelwerk, das im Rettungseinsatz die Risiken für Einsatzkräfte und Opfer minimieren soll. Die Regeln sind in umfangreichen Dienstvorschriften dokumentiert. Die formulierten Vorschriften haben Allgemeingültigkeits-, Empfehlungs- und Wiederverwendungsanspruch, stellen also ein informelles Referenzmodell dar. Sie sind allerdings größtenteils textuell und ohne klaren Kontrollfluss verfasst. Der vorliegende Beitrag beschreibt, wie aus diesen Vorschriften mithilfe etablierter Methoden der Referenzmodellierung ein Referenzprozessmodell für die Feuerwehr entwickelt wurde, welches eine strukturierte Übersicht bietet und anhand von insgesamt 45 EPK-Modellen klare prozessorientierte Handlungsanweisungen formuliert. Darüber hinaus wird der Nutzen des Modells durch eine exemplarische Anwendung in einem Prozessassistenzsystem für Rettungseinsätze unter Beweis gestellt. Dieses System, das gerade im Rahmen des Konsortialforschungsprojekts A-DRZ (Aufbau des Deutschen Rettungsrobotik- Zentrums) entwickelt wird, verwendet das im Referenzmodell abgebildete Domänenwissen, um Informationen über den aktuellen Zustand und Ablauf eines Rettungseinsatzes aufzubereiten und den Einsatzkräften Entscheidungsalternativen und nächste Schritte zu empfehlen.

Keywords

Schlüsselwörter

Innovationen im öffentlichen Bereich, Referenzprozessmodell, Feuerwehr, Prozessassistenz, Process Mining

References

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