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Industrie 4.0 Management
37. Jahrgang, 2021, Ausgabe 1, Seite 32-36
Quantifizierung des Adressausfall- risikos in der Krise
Risiken aus der Insolvenz von Lieferanten und Kunden

Werner Gleißner, Technische Universität Dresden, Endre Kamarás und Marco Wolfrum,
FutureValue Group AG, Leinfelden-Echterdingen

Schwere Wirtschaftskrisen führen zu einem deutlichen Anstieg der Häufigkeit von Insolvenzen der Unternehmen. Die Insolvenz eines Unternehmens hat wiederum erhebliche negative Auswirkungen auf andere Unternehmen, denen damit wesentliche Kunden oder Lieferanten verloren gehen. Für das Risikomanagement, die Quantifizierung der Risiken und die Initiierung von Bewältigungsmaßnahmen ist es gerade in einer Krise besonders wichtig, die Insolvenzrisiken von Geschäftspartnern (Adressausfallrisiken) sachgerecht einzuschätzen. Wesentlich ist hierbei, dass die Insolvenzrisiken von Unternehmen nicht unabhängig zu sehen sind, sondern dass es eine erhebliche systematische Komponente gibt, insbesondere durch den Nachfragerückgang in der Volkswirtschaft (in Abhängigkeit des Krisenverlaufs; siehe [13] und [14]). Die wesentlichen Herausforderungen und Lösungsstrategien werden nachfolgend skizziert.

Schlüsselwörter: Insolvenzrisiko, Ausfallwahrscheinlichkeit, Risikomanagement, Ratingprognose, Stresstest
Quellen:

[1] Bemmann, M.: Entwicklung und Validierung eines sto-
chastischen Simulationsmodells für die Prognose von Unternehmensinsolvenzen, Dissertation, Technische Universität Dresden 2007.

[2] Gleißner, W.; Bemmann, M.: Die Rating-Qualität verbessern. In: die bank 9 (2008), S. 51-55.

[3] Gleißner, W.; Romeike, F.: Kreditrisikomanagement im Kontext einer wert- und risikoorientierten Unternehmensführung. In: Risiko Manager Sonderheft Credit Management, Special II (2008), S. 4-12.

[4] Gleißner, W.; Grundmann, T.: Risiko-Benchmark-Werte für das Risikocontrolling deutscher Unternehmen. In: ZfCM Zeitschrift für Controlling & Management, 5/2008, S. 314 – 319

[5] Hock, T.; Gleißner, W.; Kamarás, E.: Wertorientiertes Credit Management: Zusammenfassung von Rating, Marge und Umsatzentwicklung, in: Bundesverband Credit Management e.V. (BvCM) (Hrsg.): Das Credit Management als Erfolgsfaktor in der Unternehmenspraxis (Tagungsband zum Bundeskongress BvCM 2012).

[6] Gleißner, W.; Wingenroth, Th.: Rating und Kreditrisiko (1). In: Kredit & Rating Praxis 5 (2015a), S. 14-18.

[7] Gleißner, W.; Wingenroth, Th.: Rating und Kreditrisiko (2). In: Kredit & Rating Praxis 6 (2015b), S. 19-22.

[8] Gleißner, W.; Füser, K.: Praxishandbuch Rating und Finanzierung unter Basel III, 3. Aufl., Verlag Franz Vahlen, München 2014.

[9] Gleißner, W.: Grundlagen des Risikomanagements, 3. Aufl., Verlag Franz Vahlen, München 2017.

[10] Gerdes, K.: Rating mittelständischer Unternehmen – Charakteristika mittelständischer Unternehmen und Besonderheiten bei der Bewertung des Kreditrisikos. In: Controller Magazin 6 (2018), S. 57-61.

[11] Gleißner, W.: Risikomanagement 20 Jahre nach KonTraG: Auf dem Weg zum entscheidungsorientierten Risikomanagement. In: Der Betrieb 46 (2018), S. 2769-2774.

[12] Gleißner, W.; Wolfrum, M.: Risikoaggregation und Monte-Carlo-Simulation – Schlüsseltechnologie für Risikomanagement und Controlling, springer essentials, Springer Fachmedien Verlag, Wiesbaden 2019.

[13] Gleißner, W.: Die Corona-Krise: Fakten, Prognosen und Risiken. In: Corporate Finance 5-6 (2020), S. 121-130.

[14] Gleißner, W.; Kamarás, E.: Volkswirtschaftliche Risiken und deren betriebswirtschaftliche Konsequenzen (1). In: Der Betrieb 33 (2020), S. 1689-1695.

[15] Gleißner, W.; Kamarás, E.: Volkswirtschaftliche Risiken und deren betriebswirtschaftliche Konsequenzen (2). In: Der Betrieb 34 (2020), S. 1745-1753.